{Review} SO PURE. Der neue natürliche Basecoat von ANNY im Inhaltsstoffe-Check

#nagelpflege, #review
ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

{WERBUNG*} Natürlicher Nagelack? Geht das überhaupt? Braucht man da nicht viele synthetische Mittelchen, um eine gute und haltbare Konsistenz zu bekommen? Und was bedeutet eigentlich natürlich? Dieses Wort in Zusammenhang mit Nagellack wirkt befremdlich. Und trotzdem hat ANNY jetzt einen Basecoat auf den Markt gebracht, der genau dies sein soll. SO PURE*. Ich durfte ihn für euch bereits vorab testen und schaue mit euch mal genau auf die Inhaltsstoffe.

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

Was ist an SO PURE. so besonders?

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

Das sagt ANNY über den Basecoat:

“97% natürliche Inhaltsstoffe: 3% H2O, 100% pure, ohne chemische Zusätze, frei von synthetischen Inhaltsstoffen, parabenfrei, mineralölfrei.

Natürliches Schutz-schild für den Nagel: Schützt vor direkten Kontakt zwischen Farblack und Nagel sowie vor schädlichen Umwelteinflüssen.

Ohne unangenehmen Geruch: Mit wertvollem, ätherischem Ölkomplex, frei von Lösungsmittelgeruch.”

Also, geht doch. Nagellack, der natürlich ist. Klingt ja alles nicht schlecht. Trotzdem möchte ich mit euch einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Deswegen gibt´s heute mal mehr Text als Bilder 😉

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

 

Die Inhaltsstoffe unter der Lupe

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

 

Und hier sind sie auch schon: die Inhaltsstoffe. Ich bin normalerweise nicht so der INCI-Profi, aber hier hat es mich dann doch interessiert, weil ja am Ende davon abhängt, ob das Produktversprechen “natürlich” gehalten wird. Die Stoffe werden immer in der Reihenfolge ihres Vorkommens aufgelistet, von viel nach wenig. Also kommen oben die am meisten vertretenen Stoffe, unten dann die am geringsten vorkommenden. In kursiv habe ich euch meine Meinung dazu geschrieben.

alcohol denat.

Alcohol Denat. bedeutet vergällter Alkohol. Bei der sogenannten Denaturierung oder auch Vergällung wird Alkohol durch das Zufügen von Hilfsstoffen in seinem natürlichen Geruch, Geschmack oder Aussehen (Farbe) verändert. Alkohol dient als geruchsneutrales Lösungsmittel. (Quelle: haut.de)

Also Alkohol ist hier am meisten enthalten. Deswegen heißt es “frei von Lösungsmittelgeruch”, weil man darauf verzichtet hat, ein geruchsintensives Lösungsmittel zu verweden. Was das genau für Hilfsstoffe sind, die da zum Einsatz kommen, weiß ich leider nicht – ich hab mit Chemie nix am Hut (zum Glück, es ist einfach nicht meine Baustelle *g*).

shellac

Shellack ist eine harzige Substanz, die aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus nach ihrem Saugen an bestimmten Pflanzen gewonnen wird. Jede weibliche Laus sondert Saft ab, um die gelegten Eier zu schützen. Der Lack von tausenden Läusen verbindet sich zu einer harten Hülle über den Schwarm. Die mit Unmengen solcher Läuse dichtbesetzten Zweige werden allmählich bis zu 1 cm dick überkrustet und dadurch selbst zum Absterben gebracht. Die Zweige mit dem Lack werden “geerntet”. Shellac bildet einen Film auf Haut, Haar oder Nägeln und sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz. (Quelle: Wikipedia und haut.de)

Eine weitere wichtige Zutat. Shellac kenne ich von der UV-Nagellack-Marke, die so bombenfest wird, dass er kaum mit Aceton zu entfernen ist. Glaubt mir, ich habe mir mal die Zähne daran ausgebissen… Dieses Harz ist vermutlich das, was auf dem Nagel verbleibt und glänzt, der Alkohol verdampft ja beim Trocknen. Und keine Angst, der Basecoat lässt sich ganz normal ablackieren.

aqua

Ja, das kennen wir alle, das muss ich sicher nicht erklären, oder?!

Das sind die 3% Wasser, die enthalten sind. Also müssen alle weiteren Inhaltsstoffe weniger als 3% der 15 ml ausmachen. Ich Fuchs. Mathe war dann doch mehr mein Ding.

ricinus communis (Castor) seed oil

Rizinusöl ist ein pflanzliches Öl, das aus den Samen des tropischen Wunderbaums (Ricinus communis), eines Wolfsmilchgewächses, gewonnen wird. Pflanzliche Öle zeichnen sich durch einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren aus, die charakeristisch für die flüssige Konsistenz sind. Schon im Altertum, bei den alten Ägyptern und im antiken Rom hat man das Öl zu medizinischen Zwecken verwendet. Rizinusöl gleicht Unregelmäigkeiten aus und gilt als pflegend für Haut, Haare, Wimpern und Augenbrauen. (Quelle: haut.de / rizinusoel.net/)

Hmmmm, lecker. Rizinusöl. Dabei denke ich an “medizinische” Tinkturen von früher, die komisch riechen und schmecken. Wenn man mal nicht so kann … auf dem stillen Örtchen. Ähm. Das ist eines von vielen Ölen, die hier zum Einsatz kommen. Hier würde ich mal darauf tippen, dass die Pflegewirkung hier der wichtige Part ist.

litsea Cubeba fruit oil

Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch der Früchte von Lorbeerbäumen gewonnen. Es wirkt kräftigend und hat als ätherisches Öl besonders feine Duft-Eigenschaften. (Quelle: haut.de)

Und noch ein Öl. Ich kenne es nicht und kann nur glauben, was mir das schlaue Internet sagt. Vermutlich ist es hauptsächlich ein Duftstoff.

parfum (fragrance)

Auf den kosmetischen Produkten werden Duftstoffe oder Duftstoffmischungen mit dem INCI-Namen “Parfum” deklariert. Dabei handelt es sich um unverdünnte Einzelsubstanzen oder deren Mischungen, die aus Naturrohstoffen stammen oder (halb-) synthetisch hergestellt sein können. Als Quellen dienen u. a. Blüten, Blätter und Stängel, Früchte und Fruchtschalen, Wurzeln, Holz, Gräser oder Kräuter, Nadeln, Harze und Balsame. (Quelle: haut.de)

Und noch mehr Duft. Hier wird nicht genau gesagt, was mit Parfüm gemeint ist. Ist also nicht herauzufinden, ob diese Stoffe natürlichen Ursprungs sind. Schade.

lavandula angustifolia (lavender) oil

Lavendelöl wird hier als Duftstoff eingesetzt. Das Lavendelöl wird aus Blättern, Stängeln und Blüten gewonnen. Dabei enthalten die Blüten den höchsten Anteil an ätherischen Ölen. Außerdem enthält Lavendelöl den Inhaltsstoff Linalool, der weiter unten noch aufgeführt ist. (Quelle: lavendel.net)

Oh, wie ich den Duft von Lavendel liebe! Da fühliche ich mich direkt in meinen Urlaub zurück versetzt, als wir einen Tag lang in den Lavendelfeldern in der Provence gewandert sind.

citral

Hier haben wir einen Naturstoff, der Bestandteil von Zitronenöl und Lemongrasöl ist. Es kann jedoch auch synthetisch hergestellt werden. Citral ist eine schwach gelbliche Flüssigkeit mit intensiv frischem Zitronenduft. Citral wird als Duft- und Aromastoff verwendet. Es wurde bis 2004 unter dem Sammelbegriff “Parfüm” deklariert, danach muss es separat aufgeführt werden (Quelle: haut.de / codecheck.info)

Und noch mal ein Duftstoff. Hier etwas Zitroniges, vermutlich um ein Gegengewicht zu dem süßlichen Lavendel zu erzeugen.

limonene

Limonene gelten als Naturstoff und sind Bestandteil im Orangenöl und können auch synthetisch hergestellt werden. Hier haben wir wieder einen Duftstoff, der seit 2004 deklariert werden muss. Jedoch haben Limonene ein geringes Allergiepotenzial. (Quelle: codecheck.info)

Und noch mal was in die zitronische Richtung. Limonene habe ich schon öfter hinten auf Verpackungen gelesen. Jetzt weiß ich endlich mal, was das ist.

linalool

Beim Wirkstoff Linalool handelt es sich um eine farblose, blumig riechende Flüssigkeit, die zugleich den Hauptbestandteil verschiedener ätherischer Öle darstellt und ansonsten in einer ganzen Reihe Gewürzpflanzen vorkommt. Im Lavendelöl ist der Wirkstoff für dessen entzündungshemmende, antiseptische und antimikrobielle Wirkung verantwortlich. Aus diesem Grund ist dieses Öl ein hervorragendes Mittel sowohl für die Linderung von Hautbeschwerden als auch zur Vorbeugung von Nagelpilz. (Quelle: oelerini.com)

Im Lavendelöl sind noch mehr gute und pflegende Stoffe enthalten, aber das Linalool ist wohl das wirksamste. Was ich super finde: Die vorbeugende Wirkung in Sachen Nagelpilz, denn ich litt mal eine Weile daran (nur leicht) und es war wirklich unangenehm. Ich verwende seit her ab und an Teebaumöl aus der Apotheke zur Pflege, das soll auch super vorbeugen. Aber wenn es im Basecoat schon drin ist – gerne!

canabis sativa seed oil

Bei Hanföl handelt es sich um ein Pflanzenöl, das ausschließlich aus den Samen der Pflanze Cannabis sativa (Nutzhanf) gewonnen wird. Zum größten Teil setzt sich Hanföl aus Fettsäuren zusammen, der Anteil an ungesättigten Fettsäuren liegt dabei bei über 70 Prozent. Diese Fette sind zuverlässige Schutzbarrieren gegen verschiedene schädliche Umwelteinflüsse, schließen Feuchtigkeit ein und wirken sowohl entzündungshemmend als auch beruhigend und nährend. (Quelle: cosmacon.de)

Hanf finde ich gut. Nee, echt jetzt. Es ist eine total vielseitige Naturfaser, für Klamotten, Papier, Baustoffe – und heilende Wirkung hat es auch. Ich kann mir schon vorstellen, dass es in einem pflegenden Lack durchaus Sinn macht.

tocopherol

Hier haben wir eine andere Bezeichnung für Vitamin E. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es baut einen Zellschutz auf und unterstützt auch die Regeneration der Haut. Es ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans des Körpers. Durch seine lipophilen Eigenschaften schützt es besonders die Zellmembranen und Zellen der Haut vor sogenannten freien Radikalen. Weiterhin hilft Vitamin E, die Oberflächenstruktur zu verbessern und das Feuchtigkeitsbindevermögen der Haut zu steigern. Außerdem wird es als Konservierungsstoff eingesetzt. (Quelle: haut.de)

Noch mehr Gesundheit. Vitamine klingen immer erst mal super. Inwieweit das Vitamin dann auch in den Nagel geht und was es dort bewirken kann, weiß ich leider nicht. Jemand von euch?!

geraniol

Geraniol ist ein Duftstoff und Bestandteil der meisten ätherischen Öle, der häufig in Parfüm- und Kosmetikprodukten Anwendung findet. Es handelt sich hierbei um eine farblose bis leicht gelbliche Flüssigkeit, die einen angenehmen blumigen Geruch aufweist. Gewonnen wird dieser Inhaltsstoff unter Anderem aus Rosen. Zusammen mit den Geranien zählen sie zu den ergiebigsten Pflanzen bei der Herstellung. Als Bestandteil von Kosmetika verbessert der Inhaltsstoff nicht nur den Geruch des Produkts, es sorgt z. B. auch für ein angenehmes Gefühl beim Kontakt mit Haut oder Haaren. (Quelle: zbnc.de)

Hier würde ich auch mal tippen, dass es wegen des Duftes eingesetzt wird. Ich kenne es aber auch nicht weiter und habe hier das erste Mal davon gehört.

glycine soja (soybean) oil

Sojaöl ist das durch Extraktion oder Pressung gewonnene Öl aus der Sojabohne. Es besteht hauptsächlich aus Triglyceriden der Ölsäure, der Linolsäure sowie von gesättigten Säuren. Dieses Öl ist sehr reichhaltig und rückfettend, zieht jedoch rasch ein und liegt nicht auf der Haut auf. Die enthaltenen Isoflavone wirken zellaktivierend.(Quelle: kosmetikanalyse.de und ecco-verde.de)

Soja ist ja auch so eine Alleskönner-Pflanze. Hier soll das enthaltene Fett in den Nagel einziehen und so pflegen bzw. vor Austrocknung schützen. Wieder sowas wie beim Vitamin E – keine Ahnung, ob das wirklich stimmt. Weiß es eine(r) von euch?

helianthus annuus (sunflower) seed oil

Sonnenblumenöl ist hellgelb und leicht nussig duftend. Es wird durch eine spezielle Pressung der Samen gewonnen. Es ist ein sehr linolsäurereiches Öl, das aber einen relativ niedrigen Gehalt an den sogenannten gesättigten Fettsäuren besitzt. In der Kosmetik gilt es als ein sehr leichtes und mild pflegendes Öl mit einer sogar entzündungshemmenden Wirkung, was an dem Anteil an Tocopherol liegt. Dieser Anteil schützt außerdem die Hautlipide vor Oxidation und sorgt dafür, dass das Öl gut einziehen kann. (Quelle: cosmacon.de)

Ahhh-ha. Ein Öl mit nur wenig gesättigten Fettsäuren. Sagt mir erst mal nix. Klingt aber nach dem ersten Lesen ganz gut. Ich habe allerdings noch nie gedacht “Oh, meine Hautlipide müssten mal vor Oxidation geschützt werden”. Aber dafür habe ich ja jetzt den Basecoat.

citronellol

Hier handelt es sich wieder um einen Naturstoff, der als Duftstoff eingesetzt wird. Er ist Bestandteil in Rosenöl, Zitronenöl und Geraniumöl und wird auch synthetisch hergestellt. Citronellol hat Geringes Allergiepotential, für Kontaktallergiker ist dieser Duftstoff jedoch nicht empfehlenswert. (Quelle: codecheck.de)

Und noch mal eine Prise Zitrone. Jetzt muss ich aber echt mal dran schnuppern, ob man das auch alles riechen kann. Soll ja angebnlich ohne unangenehmen Geruch auskommen. Schauen wir mal.

 

Und was sagt uns das jetzt?!

Im Vergleich zu “normalen” Topcoats haben wir hier viel weniger Inhaltsstoffe. Und die bestehen im Grunde aus Alkohol, Shellac, Wasser, Pflegeölen und Duftstoffen. Und ich finde, das kann schon als “natürlich” durchgehen, auch wenn man nicht weiß, WIE diese Stoffe hergestellt werden. Wenn man sich bei Codecheck umschaut, sind bei den meisten Basecoats viele verschiedene sythetische Stoffe enthalten, die man NICHT als natürlich einstufen kann. Machen wir uns nichts vor: Die meisten Lacke bestehen aus gesundheitsschädlichen Stoffen wie Lösungsmittel, Formaldehyde und manchmal sogar Weichmacher. Das Einatmen der Dämpfe kann auf die Dauer nicht gesund sein – man empfiehlt sogar, nur bei weit geöffnetem Fenster zu lackieren. Ich muss mir da selbst an die Nase fassen – denn was manchmal für Gerüche aus meinem Nagellack-Zimmer dringen, das natürlich NICHT gut gelüftet ist, ist schon erscheckend. Wenn man dazu bedenkt, dass Nagellack ursprünglich aus Autolack entwickelt wurde, ist das auch nicht überraschend.

Ich finde, dass ANNY sich da wirklich Gedanken gemacht hat und die synthetischen Inhaltsstoffe gut ersetzt hat. Einziger Nachteil: Shellac ist streng genommen ein tierisches Produkt (auch wenn beim Abbau keine Schildlaus zu Schaden kommt) und somit ist der Lack NICHT vegan.

 

Und das Auftragen?

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

 

So. Nun haben wir den Inhalt genau beleuchtet – und jetzt wird er endlich aufgetragen! Der Pinsel ist sehr schmal, wie die alten ANNY Pinsel. Schade, denn ein breiter Pinsel hätte mir hier besser gefallen.

Und jetzt weiß ich auch, warum die Flasche außen weiß beschichtet ist. Durch die vielen Öle wird der Lack nämlich recht gelblich und das sieht vermutlich einfach nicht so schön aus. Auf dem Nagel dann sieht man jedoch nix Gelbes mehr – zum Glück.

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

 

Ich finde den Lack sehr sehr dünnflüssig, wenn nicht sogar wässrig. Beim Auftragen muss man etwas üben. Beim ersten Mal ist er mir gnadenlos in die Nagelränder gelaufen und klebte mir alles zu. Beim zweiten Versuch ging es etwas besser, da ich viel überschüssigen Lack am Rand der Flasche abgestreift habe. Hier ist weniger einfach mehr. Wenn der Lack dann trocknet – und das tut er wirklich schnell – wird er super glänzend. Das mag am Shellac liegen. Da er sehr dünn auf dem Nagel liegt, kaschiert er leider keinerlei Dellen. Als Rillenfüller, wie manch anderer dicklicherer Basecoat ist SO PURE. also nicht geeignet.

Und noch ein Wort zum Duft. Es wird versprochen, dass es keine störenden Lösungsmittelgerüche gibt. Und die gibt es tatsächlich nicht! Meine lackerprobte Nase konnte zumindest nichts erschnuppern. Im Lack sind viele Duftöle enthalten – Lavendel und Zitrone zum Beispiel. Diese zitronigen Düfte riecht man – aber eher dezent. Da Duft aber auch Geschmackssache ist, solltet ihr vielleicht im Douglas oder im Müller selbst mal daran schnuppern. Ich finde jedenfalls, dass es ganz angenehm riecht.

Zur Anwendung und zur Haltbarkeit kann ich sagen, dass sich der Farblack anschließend sehr gut auftragen ließ – wie bei einem normalen Basecoat auch. Zur Haltbarkeit kann ich leider noch nichts sagen, da ich das aus Zeitgründen noch nicht ausgiebeig testen konnte. Aber ich reiche das nach, versprochen! (Evtl. als kleines “Edit” hier an dieser Stelle)

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

Mein Fazit zu SO PURE.

 

ANNY SO PURE. Basecoat mit 97% natürlichen Inhalten – Test und Erfahrung – Inhaltsstoffe – by frischlackiert

 

Ja, dieser Lack ist wirklich natürlich. Wenn auch nicht vegan. Ich finde die Bemühungen, die synthetischen und giftigen Stoffe aus Nagellack zu entfernen, sehr unterstützenswert. Und hier haben wir ein tolles Beispiel dafür, dass es funktioniert. Meine Hoffnung ist, dass sich ANNY und auch andere Marken mehr in dieser Richtung austoben und weiter daran forschen. Denn die Umweltproblematik ist nicht ohne bei Nagellack, wenn man bedenkt, dass man alte Lacke im Wertstoffhof bzw. beim Sondermüll abgeben muss. Nagellack gehört NICHT in den Restmüll.

Der Lack kostet übrigens knapp 15 Euro pro 15 ml. Zu Haben ist er ab jetzt bei Douglas und Müller. Der Auftrag war etwas gewöhnungsbedürftig, dafür glänzt er toll und riecht nicht chemisch.

Ob er bei langfristiger Benutzung mit anderen Basecoats mithalten kann, das kann ich hier natürlich noch nicht sagen. Das hier ist mein erster Eindruck – und der fällt sehr positiv aus. Auch wenn ich beim Auftrag noch üben muss 😉

 

Was haltet ihr von der Idee “natürlicher Nagellack”?

 

(*WERBUNG – kostenlose Produktzusendung / Gratisprodukt)

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8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich persönlich bin sehr erstaunt von der Idee und Umsetzung. Bitte mehr davon – *hier sollen sich alle anderen NL-Hersteller angesprochen fühlen* – und vielleicht etwas günstiger. Denn, so war das schon beim Liquid Nails damals, 15-20€ für einen Basecoat sind bei mir momentan einfach nicht drin.
    Aber schön, dass so etwas mal entwickelt wurde und dann auch funktioniert!

    Antworten
    • frischlackiert
      23. August 2018 17:29

      Ja, das stimmt schon – ANNY ist da im hochpreisigen Segment unterwegs, was sehr sehr schade ist. Aber ein Anfang ist gemacht.

  • Wow, das hört sich ja gut an! Also ich finde schon, dass das eine richtige Steigerung ist! Und vermutlich werde ich mir den besorgen müssen!

    Antworten
    • frischlackiert
      23. August 2018 17:29

      Ich finde ihn auch tatsächlich gut, nur das sünnflüssige ist eben etwas gewöhnungsbedürftig…

  • Mööönsch, danke für den Haufen Recherchearbeit! Ich bin so frei und verlinke dann zu dir 😉
    Generell finde ich die Bemühungen wirklich höchst löblich, ich mag auch diesen “Nicht-Lack-Geruch” wirklich sehr 🙂

    Tocopherol ist übrigens auch ein Konservierungsstoff, der das Ranzigwerden von Ölen verhindert, dass habe ich bei Alinas Pflegeserie gelernt. Von daher ist das sogar doppelt gut 🙂

    Antworten
    • frischlackiert
      23. August 2018 17:31

      Gerne doch 🙂 Ich fand es selbst sehr interessant, mal zu schauen, was da wirklich so drin ist. Habe mich ja selbst noch nie mit sowas beschäftigt. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Meinung dazu!

  • Ich habe dieses Produkt gekauft. und ich habe eine Frage zur Verwendung. Ich benutze es zuerst auf meinem Nagel und danach einen Nagellack und dann einen Topcoat. aber nach dem trocknen scheidet es völlig wie ein Papier aus. worin besteht das Problem? braucht es eine LED-Lampe?

    Antworten
    • frischlackiert
      9. Dezember 2018 13:01

      Hallo Sara! Nein, man benötigt KEINE Led-Lampe. Da der Lack hauptsächlich Shellac enthält, hat er andere Inhaltsstoffe, als “normaler” Lack. Normalerweise weichen die Schichten beim Lackieren durch das Lösungsmittel wieder etwas auf und verbinden sich miteinander, sodass sie eine Einheit bilden. Das ist hier leider nicht der Fall – der Lack verbindet sich nicht mit dem Basecoat. Daher würde ich den So Pure auch nur solo tragen – ohne Farbe drüber. Die hält einfach nicht gut. Das ist mir auch schon aufgefallen. Sehr schade – vielleicht müsste ANNY da noch mal nachbessern oder Farblack anbieten, der auch auf Shellac Basis ist.

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